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Wie Kinder ihr Selbstbild entwickeln

Ein Auszug aus dereBook of To Mind and Mend von Françoise Béguin, Selina Chan und Dr. André Stang

Der Begriff Selbstkonzept ist ein allgemeiner Begriff, der sich darauf bezieht, wie man sich selbst betrachtet, wahrnimmt oder bewertet. Sich seiner selbst bewusst zu sein bedeutet, ein Konzept von sich selbst zu haben (McLeod, 2008).

Das Selbstkonzept ist sowohl für die Sozialpsychologie als auch für den Humanismus wichtig. Lewis (1990) schlägt vor, dass die Entwicklung eines Selbstkonzepts zwei Aspekte hat. Das erste ist das Bewusstsein der Beständigkeit des Selbst und dass es von anderen getrennt und verschieden ist. Eine Person weiß, dass sie als separate Einheit existiert und dass sie über Zeit und Raum hinweg weiter existiert. Das zweite ist das Wissen um die Existenz als eigenständiges Wesen und dass er oder sie auch ein Objekt in der Welt mit erfahrbaren Eigenschaften ist (Lewis, 1990).

Selbstkonzept in der frühen Kindheit

Das Selbstgefühl von Kindern entsteht in liebevollen Beziehungen, denen sie seit ihrer Geburt ausgesetzt sind. Kleinkinder werden ab dem zweiten Lebensjahr unsicher. Sie sind in dieser Zeit besonders sensibel und können sich durch scharfe Kritik beschämt fühlen. Auch zweijährige Kleinkinder fangen an, sich mit ihren sich entwickelnden Sprachkenntnissen auszudrücken. Sie haben starke Emotionen und das Bedürfnis, sich trotz ihres fragilen Selbstbewusstseins zu behaupten und gegen Grenzen zu protestieren. Die Rolle der Eltern oder Betreuer besteht darin, ruhig zu bleiben und ihnen zu helfen, sich an die Anforderungen des täglichen Lebens anzupassen. Eine gute Partnerschaft mit dem Kleinkind macht die Grenzen beruhigend und dämpft nicht das Selbstbewusstsein des Kindes.

Crawling Toddler

Selbstbild im Alter von 3 bis 4 Jahren

Toddler on his Tricycle

Kinder im dritten und vierten Lebensjahr fühlen sich selbstständig und versuchen, Autonomie auszuüben. Kinder im Vorschulalter verstehen sich als eigenständige, einzigartige Individuen und definieren sich konkret. Sie beschreiben sich nach ihren körperlichen Merkmalen, Namen, Alter, Geschlecht, sozialer Zugehörigkeit, Besitz und Fähigkeiten. Das Selbstbild eines kleinen Kindes ist eher beschreibend als wertend. Wie Vorschulkinder über die Eigenschaften denken, die sie verwenden, um sich selbst zu beschreiben, beziehen sich auf ihr Selbstwertgefühl Das dritte und vierte Jahr sind kritische Zeiten für erfolgreiche Erfahrungen, da Kinder in dieser Phase so schnell wachsen und sich in jeder Hinsicht entwickeln, während sie neue Fähigkeiten erlernen und alte schärfen Einsen.

Kindergartenjahre

Eine der größten Herausforderungen für neue Kindergartenkinder ist die Entwicklung eines starken und positiven Selbstwertgefühls in einem großen Schulumfeld. Vielleicht fällt es ihm am ersten Tag schwer, sich von seinen Eltern zu trennen. Das Kind kann eher zuschauen als an den Aktivitäten teilnehmen oder Aufmerksamkeit verlangen. Er oder sie fragt sich vielleicht, wie er sich einfügen soll, welche Rolle er oder sie in der großen Gruppe spielt und ob seine oder ihre Bedürfnisse erfüllt werden (Church, 2016). Zu verstehen, dass ein fünf- oder sechsjähriges Kind von der egozentrischen „Ich“-Phase zu einem Selbstverständnis innerhalb einer größeren Gruppe übergeht, ist wichtig, um dem Baby zu helfen, ein gutes Selbstgefühl zu entwickeln. Die Entwicklung der Fähigkeit, Gefühle und Bedürfnisse zu kommunizieren, ist ein wichtiger Teil des Selbstkonzepts. Erwachsene können diese Entwicklung fördern, indem sie Kinder ermutigen, in kleinen und großen Gruppen über ihre Gefühle und Probleme zu sprechen.

Reading with Magnifying Glass

Selbstwertgefühl bei Schulkindern

School Children

Bei Kindern wird das Selbstwertgefühl von dem geprägt, was sie über sich selbst denken und fühlen. Ihr Selbstwertgefühl ist am höchsten, wenn sie sich ihrem idealen Selbst nähern, der Person, die sie gerne wären. Kindern mit hohem Selbstwertgefühl fällt es leichter, mit Konflikten umzugehen, schädlichem Druck standzuhalten und Freundschaften zu schließen. Der Schuleintritt ist ein kritischer Punkt in der Entwicklung des Selbstwertgefühls eines Kindes. Das Selbstwertgefühl vieler Kinder sinkt, wenn sie mit Erwachsenen und Gleichaltrigen in einer neuen Situation mit neuen und seltsamen Regeln in der großen Schule zurechtkommen. Körperliche Erscheinung und Eigenschaften sowie ihre Fähigkeit, sich mit gleichaltrigen Kindern anzufreunden, beeinflussen das Niveau ihres Selbstwertgefühls. Eltern können ihren Kindern helfen, ein inneres Gefühl der Selbstbeherrschung zu entwickeln, indem sie ihnen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Vertrauen in Teenager aufbauen

Das Selbstwertgefühl von Teenagern ist angesichts der großen Veränderungen, denen sie ausgesetzt sind, fragil und wird oft durch die körperlichen und hormonellen Veränderungen, die sie erfahren, insbesondere während der Pubertät, beeinträchtigt. Die körperlichen und seelischen Veränderungen in dieser Phase stellen das Selbstwertgefühl eines wachsenden Kindes vor neue Herausforderungen. Respekt und Akzeptanz von Gleichaltrigen werden für ihr Selbstwertgefühl von größter Bedeutung. Da Jugendliche sehr besorgt darüber sind, wie Gleichaltrige sie sehen, ist ihr äußeres Erscheinungsbild ein wichtiger Faktor für ihr Selbstwertgefühl. Freundschaften bieten viele Möglichkeiten zum Lernen und zur Entwicklung, einschließlich Kameradschaft, Erholung, soziale Fähigkeiten, Teilnahme an Problemlösungen in der Gruppe, und Umgang mit Wettbewerb und Konflikten. Diese Bindungen ermöglichen Selbsterforschung, emotionales Wachstum und moralische und ethische Entwicklung junger Menschen.

Teens & Library
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